Rentner und Finanzamt

Liebe Rentner, die Renten waren noch nie steuerfrei. Aufgrund der Steuerfreibeträge kann es sein, dass keine Steuern anfallen. Machen Sie eine Steuererklärung. Die volle Rente ist nicht steuerpflichtig, sondern nur der Ertragsanteil. Der richtet sich nach dem Rentenbeginn. Aufgrund der Steuerfreibeträge kann es sein, dass keine Steuern anfallen. Vielleicht liegen Sie soviel drunter, dass Sie die nächsten Jahre keine Steuererklärung mehr abgeben müssen.

Drücken Sie Ihr steuerpflichtiges durch Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Werbungskosten, Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Beschäftigungen.

Abtauchen ist keine Lösung, das Finanzamt bekommt Ihre Altersbezüge automatisch vom Rentenversicherungsträger übermittelt.

Neue Werte 2018

Beitragsbemessungsgrenzen 2018

  • Bezugsgröße West: 3.045 €, Ost: 2.695 €
  • die Beitragsbemessungsgrundlage in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt von 4.350 € auf 4.425 €.
  • die Beitragsbemessungsgrundlage in der Renten- und Arbeitslosenversicherung West steigt von 6.350 € auf 6.500 €, Ost: von 5.700 € auf 5.800 €.
  • Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung: 59.400 € für West und Ost

Der Zusatzbeitrag für die Krankenkassen, den nur die Arbeitnehmer entrichten, wird leicht sinken.

Der Rentenversicherungsbeitrag sinkt um 0,1 % auf 18,6 %.

Der Grundfreibetrag steigt auf 9.000 €.  Wird in der Steuertabelle automatisch berücksichtigt.

Das Kindergeld steigt leicht auf 194 € für das erste und zweite Kind, für das dritte Kind gibt es 200 € und ab dem vierten Kind 225 €.

Die Steuererklärung 2017 kann in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und NRW bis 31.07.2018 abgegeben werden.

Hilfen für Unterhaltsempfänger

Jeder zweite erfüllt seine Unterhaltspflicht nur teilweise oder gar nicht. Die Unterhaltsempfänger warten auf das Geld. Die Höhe des Unterhaltes können Sie auf https://goo.gl/psWC4T berechnen.

Beantragen Sie jetzt den Unterhaltsvorschuss über das 12. Lebensjahr Ihres Kindes hinaus. Beantragen Sie beim Jugendamt eine Beistandschaft. Dieser Beistand hilft Ansprüche zu ermitteln und durchzusetzen.

Auf https://www.infotool-familie.de/ finden Sie einen Wegweiser, welche finanziellen Leistungen Ihnen noch zustehen. Schöpfen Sie es aus, es sind keine Almosen. Sie haben ein Anrecht darauf.

Steuertipps zum Jahresende

Haben Sie höhere haushaltsnahe Dienstleistungen als 1.200 €? Dann zahlen Sie einen Teil schon dieses Jahr und den Rest in 2018.

Haben Sie Ausgaben für Zähne & Co. Dann bündeln Sie die Ausgaben in einem Jahr, um die Grenze der zumutbaren Belastungen zu übersteigen.

Warten Sie mit Arbeitsmitteln bis 2018. Dann können Sie diese bis 952 Euro sofort abschreiben.

Geben Sie Ihre Steuererklärung 2013 bis zum Jahresende ab.

Wenn Sie im Dezember heiraten, profitieren Sie das ganze Jahr 2017 vom Splitting-Tarif.

Freistellungsaufträge: Haben Sie Ihre Freistellungsaufträge optimal auf die Banken verteilt? Wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen als Rentner unter 8820 Euro liegt, dann beantragen Sie eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung und reichen diese bei Ihrer Bank ein. Dann können Sie sich auch höhere Zinsen über 801 Euro steuerfrei auszahlen lassen. Übertragen Sie Vermögen auf Ihre Kinder. Diese haben auch einen Freibetrag von 801 Euro jährlich.