Mit einem Sparplan zum Vermögen

Auch mit kleinen Beträgen lässt sich mit einem Sparplan langfristig ein Vermögen aufbauen. Junge Leute gewöhnen sich langfristig ans sparen. Sie profitieren vom langfristigen Horizont. Die Geldanlage sollte in Aktien erfolgen. Kurseinbrüche werden bei der langfristigen Anlage zur Nebensache. Diese werden einfach ausgesessen. Man profitiert sogar davon. Mit der festen Spar-Rate erhält man mehr Anteile bei niedrigen Kursen.

Vorteil: Die Spar-Rate lässt sich jederzeit erhöhen, aussetzen oder beenden. Der Sparbetrag ist in zwei Tagen bei Bedarf auf dem Konto, wenn etwas dazwischenkommt.

Sie brauchen ein Depot und ein Tagesgeldkonto. Das ist bei einer Online-Bank schnell eingerichtet.

Erkundigen Sie sich nach den Konditionen. Vielleicht ist es günstiger, den Sparbetrag zu sammeln und nur alle drei Monate anzulegen.

Für den ersten Sparplan legen Sie sich einen Sparplan auf einen Welt-Index wie den MSCI World an. Und dann in einen kostengünstigen ETF-Fonds.

Für weitere Sparpläne darf es auch mit mehr Pepp sein, wie Emerging-Markets. Diese schwanken zwar mehr, aber dort ist die Zukunft.

Beginnen Sie mit dem Sparplan aber erst, wenn Sie mehrere Monate Rücklagen auf einem Tagesgeldkonto haben. Dann brauchen Sie den Sparplan nicht auflösen, weil etwas dazwischengekommen ist.

Im Alter drehen Sie den Spieß um und Sie machen aus dem Sparplan einen Auszahlungsplan und zahlen sich selber eine Rente.

Bauen Sie Ihr Depot mit ETF-Indexfonds auf

Was gibt es Besseres zur Risikostreuung als direkt den ganzen Index zu Kaufen. Da über 80 % der Fondsmanager den Index nicht schlagen, können Sie sich deren Gebühren auch gleich sparen.

Investieren Sie in unterschiedliche Regionen und Währungen.

Welche Titel halten Sie zurzeit? Sicher überwiegen Titel aus dem DAX-30? In den nächsten Jahrzehnten spielt die Musik immer mehr im Asien-Raum. Verzichten Sie aber auf Japan. Solche Fonds gibt es, wie den iShares MSCI Pacific ex Japan.

Setzen Sie auf das gesamte Europa, nicht nur auf die Länder der EU. Mit dem Amundi ETF Stoxx Europe 600 haben Sie auch noch stabile Länder wie Schweiz, Dänemark und Norwegen mit ihrer eigenen Währung.

Mit dem ComStage S & P 500 UCITS* ETF holen Sie sich die 500 größten Unternehmen der USA in Ihr Depot.

Sie möchten noch eine breitere Streuung in einem Fonds? Mit dem ComStage Vermögensstrategie ETF I nicht nur in Aktien, sondern auch zu 30 % in Anleihen und 10 % in Rohstoffe.

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen (VL oder VWL) sind Geldzahlungen, die der Arbeitgeber für seine Arbeiter, Angestellten oder Auszubildenden leistet bzw. überweist (VermBG). Vermögenswirksame Leistungen können zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers zum Arbeitslohn sein, weil ein Tarifvertrag das so vorsieht oder aber eine freiwillige Zahlung. Man kann aber auch einen Teil seines Lohnes vom Arbeitgeber vermögenswirksam überweisen lassen.

Wie viel Arbeitgeberzuschuß zahlt ein Arbeitgeber?

Ob und in welcher Höhe der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen als zusätzliche Leistung erbringt, richtet sich nach dem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder dem individuellen Arbeitsvertrag. Eine wenig erfreuliche Art für Arbeitnehmer ist die Gängelung bzw. Bevormundung durch tariflichen Zwang, Arbeitgeberzuschüsse als AVWL in eine Versicherung mittels bAV anlegen zu müssen. Ist das der Fall, sollte man nicht mehr als den sonst verlorenen Arbeitgeberanteil einbringen nach dem Motto: „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!“

Die Höhe des Einkommens spielt für eine Anlage von vermögenswirksamen Leistungen keine Rolle – dies betrifft nur die Arbeitnehmer-Sparzulage durch den Staat bzw. das Finanzamt: Dafür darf man eine bestimmte Grenze an steuerlich anrechenbaren Einkünften nicht überschreiten.

Der mögliche Anlage- oder Sparbetrag für vermögenswirksame Leistungen ist in der Höhe nicht begrenzt. Jedoch gibt es die Arbeitnehmer-Sparzulage nur bis zu einem bestimmten Höchstsparbetrag. Deshalb zahlt ein Arbeitgeber auch keine höheren vermögenswirksamen Zuschüsse als durch die Arbeitnehmer-Sparzulage gefördert werden.

Zahlt der Arbeitgeber weniger oder gar keinen Zuschuss als durch die Arbeitnehmer-Sparzulage gefördert werden kann, kann man den Differenzbetrag aufstocken. So kann man durch Eigenbeitrag die volle Arbeitnehmer-Sparzulage bekommen.

Muss man für vermögenswirksame Leistungen Steuern und Sozialabgaben zahlen?

Der Arbeitgeberzuschuss zu vermögenswirksamen Leistungen ist steuer- und sozialabgabenpflichtig. Da die vermögenswirksamen Leistungen ungekürzt angelegt werden müssen, werden darauf entfallende Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer sowie Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung) vom normalen Lohn einbehalten.

Wie bekomme ich vermögenswirksame Leistungen?

Das ist allerdings nicht ganz einfach: Aus den vielen Anlagemöglichkeiten die passende zu finden, erfordert Wissen. Macht euch also unbedingt schlau oder nehmt unabhängige Beratung in Anspruch. Bankmitarbeiter, Versicherungs- und Bausparkassenvertreter sind da nicht immer die richtigen Ansprechpartner, sondern provisionsabhängige Produktverkäufer. Schließt also auf keinen Fall beim nächstbesten Vertreter oder den Vertrag ab, sonst zahlt ihr evtl. drauf statt für das eigene Konto zu sparen. Schlechte Ratgeber sind häufig Bekannte, Kollegen, Verwandte, die nebenher durch Vermittlung ein Zubrot verdienen wollen oder müssen.

Hat man aber den passenden Vertrag gefunden, veranlasst man den Arbeitgeber, die vermögenswirksamen Leistungen auf diesen Vertrag zu überweisen.

Wo kann ich vermögenswirksame Leistungen anlegen?

Da gibt es viele Möglichkeiten, z. B.:

  • Bausparvertrag:Für ältere VL-Interessenten kann sich der Abschluss eines Bausparvertrags lohnen. Mit den Ersparnissen kann man sich später z. B. einen günstigen Kredit zur altersgerechten Anpassung der Immobilie finanzieren. In solche Verträge können Rentner einfach weiter aus eigener Tasche einzahlen.
  • Aktienfondssparplan:In einen VL-Fondssparplan können Arbeitnehmer nach dem Übergang in den Ruhestand aus eigenen Mitteln einzahlen. Sparer sollten ihre Aktienfonds auf keinen Fall vorschnell verkaufen, wenn sie im Minus sind.
  • Betriebliche Altersvorsorge:Sind die VL-Leistungen in eine Betriebsrente geflossen, endet die Laufzeit mit Rentenbeginn und die Auszahlung beginnt.
  • Banksparplan:Hier gibt es kaum Angebote. Die interessanteste Offerte stammt von der Degussa-Bank. Hier gibt es auf die laufenden Einzahlungen zwar nur einen Zins von 0,05 %, dafür aber nach sieben Jahren einen Bonus von 11,5 %. Der durchschnittliche Zins beläuft sich hier auf 2,75 %. In der derzeitigen Marktsituation ist dies durch konservative Anlagen nicht schlagbar. Erst recht, wenn man bedenkt, dass hierbei der Arbeitgeberzuschuss nicht berücksichtigt wurde.

Wie lange muss man vermögenswirksame Leistungen anlegen, um die AN-Zulage ausbezahlt zu bekommen?

  • Beim Beteiligungssparen dauert die Sperrfrist sechs oder sieben Jahre – je nach Anlageform auch länger
  • Beim Bausparen sind Besonderheiten bezüglich des Alters bei Vertragsabschluss sowie der Anzahl der Bausparverträge zu beachten
    Aufgepasst:Immer die kleinstmögliche Bausparsumme (max. 3.000 bis 5.000 €) abschließen, da sonst die Gebühren jede Rendite vernichten und eine Vertragszuteilung am St. Nimmerleinstag stattfindet. Gebührenpflichtig die Bausparsumme erhöhen kann man bei tatsächlichem Bedarf und Nutzen immer noch!
    Übersteigt das Einkommen die Grenze für die AN-Zulage, kann man für die VL-Beiträge evtl. auch Wohnungsbauprämie beantragen
    Negativbeispiel: Empfehlung durch die Hausbank: hauseigene Bausparkasse, Bausparsumme 70.000 €, Abschlussgebühr einmalig 1% = 700 €, notwendig für Zuteilung 50% = 35.000 €, Guthabenzins 0,5% p.a., Sparrate VL 40 € mtl. = rechnerische Zuteilung in ca. 70 Jahren; Sollte wohl ein Geschenkbausparvertrag für die zukünftigen Urenkel werden?

Während der Sperrfrist darf man die vermögenswirksamen Leistungen nicht „ausgeben“. Sonst verliert man den Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage.

Ebenso nach Abschluss der Ausbildung und übersteigen der Einkommensgrenzen oder bei Bausparvertragsabschluss nach dem 25. Lebensjahr für WoBauPrämie. und AN-Zulage, wenn keine wohnwirtschaftliche Verwendung nachgewiesen werden kann.

Wie bekommt man die Arbeitnehmer-Sparzulage?

Im Zusammenhang mit der Einkommensteuererklärung beantragt man die Arbeitnehmer-Sparzulage mit. Diese gibt es aber nicht für Beiträge zur Lebensversicherung.

Auf dem vierseitigen Mantelbogen auf Seite 1 oben ankreuzen: „Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage“

Die Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen (Anlage VL) die Ihr vom Anlageinstitut bekommt der Einkommensteuererklärung beifügen

In der Anlage N in der entsprechenden Zeile die Anzahl der Bescheinigungen eintragen

Fazit: Nutzen, aber lassen Sie sich nicht von Verkäufern oder abhängigen Produktanbietern oder der reißerischen Werbung zu irgendwelchen Handlungen hinreißen, die Sie später bereuen und teuer bezahlen müssen.