15. April 2019

Haben Sie Anspruch auf Wohngeld?

Das ist nicht nur für Mieter, sondern auch für Häusle-Bauer.

Geben Sie ein Drittel Ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aus? Dann liegen Sie im deutschen Durchschnitt. Geringverdiener und Studenten müssen anteilig noch mehr ausgeben. Für all diese Menschen gibt es Erleichterung durch Wohngeld. Wussten Sie aber, dass auch Immobilien-Eigentümer (Eigenheim oder Eigentumswohnung selbstgenutzt) und Bewohner eines Heims diesen Zuschuss beantragen können?

Wohngeld ist kein Almosen des Staates, sondern es besteht ein Rechtsanspruch darauf. Hier können Sie kostenlos prüfen, ob Sie anspruchsberechtigt sind: zum Wohngeld-Rechner. Wenn ja, dann erhalten Sie es 12 Monate lang, bevor wieder ein neuer Antrag gestellt werden muss. Ob und wie viel Wohngeld Sie bekommen, hängt von der Höhe des Einkommens und der Miete ab, aber auch von der Zahl der zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder.

5. April 2019

Sind Robo-Adviser besser als Finanzberater?

Robo-Advisor versprechen uns, die nächste Generation der Geldanlage zu sein. Sie legen unser Geld automatisiert an, sind schlauer als Bankberater – und dazu noch günstiger. 2018 soll die Grenze von 3 Milliarden Anlagevermögen geknackt worden sein. Ein Lackmustest wie eine Finanzkrise steht noch aus.

Auf Basis des Anlagehorizonts, der Anlagesumme und der Risikobereitschaft suchen der Computer das passende Portfolio heraus. Der Computer überwacht laufend das Portfolio und passt es an. Eine ganzheitliche Betrachtung mit Gold, Immobilien und steuerlichen Aspekten können sie nicht leisten.

Doch der Testbericht verschiedener Robo-Advisor hat ergeben: nicht alle Anbieter sind so klug wie ihr Name suggeriert. Wir erklären Ihnen, wann ein Robo-Advisor Sinn macht, welcher Robo-Advice-Anbieter der beste ist und worauf Sie achten müssen.

23 deutsche Robo-Advisor im Test auf https://www.robo-advisor.de/

25. März 2019

Mehr Netto 2019 mit Freibeträgen

Wenn Sie nicht bis zur nächsten Steuererklärung warten wollen, dann beantragen Sie jetzt einen Steuerfreibetrag für 2019.

Bei Beantragung bis zum 30.11. gilt dies sogar noch für das aktuelle Steuerjahr!

Das können Sie eintragen lassen:

Werbungskosten

Die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro ist in den Steuertabellen bereits eingebaut

  • Jeder Kilometer zur ersten Tätigkeitsstätte zählt mit 0,30 €. Selbst wenn Sie zu Fuß dort hin gehen. Max. 4500 Euro pro Jahr.
  • Arbeitszimmer bis 1.250 €
  • Arbeitsmittel bis 952 € inkl. Umsatzsteuer sofort, darüber hinaus verteilen Sie bitte auf die Jahre der Nutzung
  • Fortbildungs- und Bewerbungskosten

Sonderausgaben

  • Unterhalt
  • Kirchensteuer abzgl. Erstattungen
  • Ausbildungskosten
  • Spenden an Parteien bis zu 1.650 Euro, für Ehepaare bis zu 3.300 Euro
  • Kinderbetreuungskosten bis 14 Jahre oder für behinderte Kinder auch darüber. Wenn das Kind im Haushalt lebt. 2/3 der Kosten, höchstens aber 4.000 Euro.
  • Schulgeld: Für jedes Kind 30 % der Kosten, max. 5.000 Euro pro Jahr

Außergewöhnliche Belastungen

  • Ausbildungsfreibetrag für Kinder über 18 Jahre: 924 Euro. Wenn sie in Ausbildung sind und auswärts wohnen.
  • Pflegepauschbetrag: 924 Euro
  • Gesundheitskosten nach Abzug der zumutbaren Belastung
  • Unterhalt für Angehörige: Bis zu 9.168 Euro plus Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung

Darüber hinaus

  • Handwerker, Hilfen im Haushalt
  • Behindertenpauschbetrag
  • Verlustvortrag aus Gewerbebetrieb
  • Verluste aus Vermietung

Formulare für den „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ finden Sie auf formulare-bfinv.de.

 

15. März 2019

Flexi-Rente

In der letzten Legislatur-Periode der Bundesregierung wurde ein interessantes Gesetz beschlossen, die neue Flexi-Rente („Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“. Es trat am 1.7.2017 in Kraft

Besonders gut kommt an, dass die starren Hinzuverdienstgrenzen bei Frührentnern weggefallen sind und eine Teilzeit-Arbeit möglich sind.

Seit 1. Juli 2017 können Rentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze 6.300 Euro im Jahr an­rech­nungs­­frei hinzuverdienen. Die bisherige monatliche Grenze von 450 Euro wurde aufgegeben. Ein über diesen Betrag hinausgehender Verdienst wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Liegt die Summe aus gekürzter Rente und dem Hinzuverdienst über dem bisherigen Einkommen (bestes Einkommen der letzten 15 Kalenderjahre, sogenannter Hinzuverdienstdeckel), wird der darüber liegende Hinzuverdienst zu 100 Prozent auf die verbliebene Teilrente angerechnet.

Beispiel
Basierend auf einem monatlichen Arbeitseinkommen in Höhe von 1.511 Euro beträgt der jährliche Hinzuverdienst von Axel B. neben der vorzeitigen Altersrente 18.132 Euro. Hiervon bleiben 6.300 Euro anrechnungsfrei. Von den verbliebenen 11.832 Euro werden 40 Prozent auf die Rente an­ge­rechnet. Dies entspricht einem Betrag in Höhe von 4.733 Euro im Jahr beziehungsweise 394 Euro im Monat. Die volle Altersrente von 950 Euro verringert sich durch den Hinzuverdienst um 394 Euro auf 556 Euro. (Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

Sie gehen ab dem 63. Lebensjahr Teilzeit in Rente und erhöhen durch Ihre Arbeit wieder Ihre Ren­ten­an­sprüche im nächsten Jahr.

So sieht ein gleitender Übergang in das volle Rentnerleben aus.

5. März 2019

Wissen Sie, was Staatsmelder sind?

Ein Blick in die 5. EU-Geldwäsche-Richtlinie klärt uns auf: Am 26.06.2017 trat die 4. EU-Geldwäsche-Richtlinie mit Verschärfungen in Kraft.

Nun soll mit der 5. Version, die ab 10.01.2020 gelten wird, noch mehr Überwachungsstaat eingeführt werden. Dabei entstehen gleichzeitig neue Staatsmelder. Das Gesetz benutzt einen schöneren Begriff und nennt sie „Verpflichtete“, aber es sind nicht anderes als Denunzianten per Gesetz.

Heute schon müssen bestimmte Branchen den Behörden Meldung machen, wenn ihnen Transaktionen verdächtig vorkommen, insbesondere bei Summen über 10.000 Euro in bar. Dies sind Banken, Versicherungen, Autohändler, Edelmetall-Händler, Juweliere, Pfandleiher und Auktionshäuser.

Ab 10.01.2020 kommen diese Berufsgruppen neu hinzu:

  • Steuerberater (und wer sonst mit Steuersachen zu tun hat),
  • Immobilienmakler (wenn Objekte mehr als 10.000 € Miete erbringen),
  • Dienstleister (die virtuelles Geld in Fiatgeld wechseln und umgekehrt),
  • Wallet-Anbieter (Anbieter von elektronischen Geldbörsen),
  • Kunsthändler (bei Transaktionen über 10.000 €).
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